9. Oktober 2016

Make a wish ...Von Träumen, Dahlien und alten Freunden ...


Einige Menschen haben immer Träume ... und zu denen gehöre ich wohl auch!
Seit ich denken kann, habe ich Träume und Wünsche. Ob als kleines Mädchen von einem eigenen Pferd
oder als junge Frau von meinem Traummann.
Den Traummann habe ich gefunden, ganz jung bin ich leider auch nicht mehr, aber Träume habe ich
immer noch.
Kein Schuhschrank voller Manolo Blahnik oder die zehnte Louis Vuitton Handtasche, nein, mein Traum
war und ist seit vielen, vielen Jahren ein Leben in Südfrankreich mit allem was dazu gehört.
Ich hätte so gerne ein typisches Haus mit leicht verwitterten Fensterläden (ob in weiß oder lieber diesem
herrlichen provenzalischen Grün kann ich noch nicht sagen) und einem riesigen Garten voller alter Oliven- und Feigenbäumen, ein paar Zypressen und ganz vielen Kräutern ...
Ich würde jeden Morgen mit meiner provenzalischen Markttasche zur Boulangerie schlendern, Baguette, Croissants und die "Midi libre" kaufen und anschließend erst einmal mit meinem Schatz im Garten gemütlich frühstücken.
Allein bei dem Gedanken an DAS perfekte Baguette, das es nur in Frankreich gibt, läuft mir das Wasser im
Mund zusammen. Dazu eine gesalzene Butter, eine selbstgemachte Marmelade und eine Bol voller Café au lait ...
Seit ich von unserem letzten Frankreichurlaub diesen Sommer zurück bin, vermisse ich die guten und leckeren Dinge, die es nur in Frankreich gibt. Auf den Bauernmärkten habe ich die besten Renekloden meines Lebens gekauft und der Ziegenkäse ... Und der Honig ...
Das Leben könnte so schön sein ... und angenehm unter der Sonne Südfrankreichs!
Aber ich kann mich nicht beschweren ... immerhin hatte ich letztes Jahr die Chance ein Haus (fast) wie in Südfrankreich zu bauen. Ich habe jetzt auch Fensterläden, aber leider nicht verwittert und in blau und Dachziegel, die auch bei schlechtem deutschem Wetter leuchten.
In meiner Küche steht ein Gasherd, ich koche den ganzen Tag französisch und ich bin sicher, eines Tages wird es fast wie von einer Französin schmecken.
Und mein Traum von einem eigenen Gemüsegarten hat sich endlich auch erfüllt. Er ist noch etwas chaotisch und ich hatte die ersten Monate nur Unkraut und Steine im Beet, aber ich kann mittlerweile jeden Tag etwas ernten. Ob runde Zucchini aus Nizza oder die schöne Dahlie "Café au lait".
Ich habe versucht, alles was es im typischen französischen Küchengarten, dem "Potager" gibt, bei uns im kalten Deutschland anzubauen. Und es klappt ... Wieder hat sich ein Traum erfüllt ...



IHR LIEBEN,

ich habe Euch nicht vergessen, auch wenn ich seit einer Ewigkeit nichts mehr von mir habe hören lassen.
Träume sind wunderbar, aber oft schwer zu verwirklichen, und ich muss sagen, ich war manchmal (fast) am Ende meiner Kräfte. Ich hätte nie gedacht, daß es mir so schwer fallen würde, meinen alten Garten zu verkaufen. Das Haus wurde ja mit dem Garten verkauft, so daß ich eigentlich nichts mitnehmen konnte. Auch Felix und Oskar, meine treuen Nachbarskatzen, musste ich zurück lassen. Ich habe oft geweint, und als mir Nachbarn erzählt haben, daß die neuen Besitzer meine Kletterrosen und riesigen Buchskugeln ausgegraben und weggeschmissen haben ...
Es war keine schöne Zeit für mich. Mein alter Garten war wie ein Kind für mich - und Kinder verkauft man nicht.

Ende diesen Monats wird mein neuer Garten ein Jahr alt und es wird langsam wieder ein Garten. Fast jede freie Minute habe ich Unkraut gejätet, gehackt und gepflanzt. Ich wusste, wenn ich nicht bald wieder einen grünen Garten habe, würde ich krank werden. Oft habe ich an Euch gedacht, und mir gesagt, heute abend schaust Du bei allen Blogfreunden vorbei, aber ich war einfach zu müde und kaputt. Und ich war auch, glaube ich, depressiv. Zu traurig, um schöne Dinge zu sehen und für Euch zu fotografieren.

Vor ein paar Monaten ist meine Schwägerin an Krebs erkrankt. Eine schlimme Zeit ... Und ich bin aufgewacht.

Ich bin dankbar, daß ich wieder einen Garten habe. Und er wächst mir Tag für Tag mehr ans Herz. Und nach langer Zeit mache ich wieder Fotos. Fotos für Euch!

Liebe Freunde, einige von Euch haben mir ganz liebe Zeilen in meiner Abwesenheit geschrieben. Ich war wirklich gerührt! Vielen, vielen Dank liebe France, Flo, Erika, Marie-Paule, Lison, Mo, .... Ihr seid echte Freunde!

Ich hoffe, es geht Euch allen gut! Die nächsten Tage werde ich viel zum Nachholen haben. Ich war ja monatelang nicht mehr bei Euch!

Also, Ihr Lieben, genießt den Herbst und das Leben!

Es drückt Euch,

Eure Geli







Der Gemüsegarten schenkt mir jeden Tag etwas Leckeres zum Essen und für die Insekten Blüten zum Naschen.
Und einen neuen vierbeinigen Freund habe ich auch gefunden. Darf ich vorstellen? Lilli! An einem sonnigen Tag im April stand sie auf einmal vor mir und seitdem schaut sie immer vorbei, sobald ich in den Garten gehe ...








Ein Rotschwänzchen-Pärchen hat dieses Jahr drei Mal bei uns genistet. Noch nie in meinem Leben konnte ich aus nächster Nähe wochenlang Vögel beim Brüten zusehen. Eigentlich wollte ich ein Video für Euch drehen, denn sie waren einfach zu süß und dieses Gezwitscher den ganzen Tag.












Das ist ein kleiner Piepmatz vom zweiten Wurf - ein paar Minuten bevor er fliegen und davon geflogen ist. Ich hoffe sehr, daß noch alle leben und den weiten Weg in den Süden oder nach Afrika überleben. Das Altvogel-Pärchen ist im Moment noch bei uns im Garten. Noch gehen die Temperaturen.
Diese Dahlie wollte ich Euch unbedingt zeigen. Sie ist eine absolute Schönheit und heißt "Cafe au lait". Also perfekt für meinen französischen Garten ....







Ganz links hinten in der Ecke vom Freisitz haben die Vögel genistet und wir darunter immer gegessen. Und noch einmal die schöne Dahlie - auch die Bienen sind ganz verrückt nach dieser Schönheit!







Französische Zucchini und Borlotti-Bohnen - leider noch ziemlich klein, aber ich war zu spät dran mit dem Aussäen ...













Im alten Garten habe ich in zehn Jahren ein Heupferd gesehen - hier in einem Jahr mindestens 10 ...



















Eine meiner Lieblings-Kletterrosen habe ich hier wieder gepflanzt und auf der Süd- und Westseite des Hauses ein Kräuterbeet mit französischen Kräutern gepflanzt - damit ich mich wie in Südfrankreich fühle ...













Mein Gemüsegarten vor zwei Tagen im Nebel ... Die Bohnen sind jetzt abgeerntet und dahinter beginnt die Wildnis mit Unkraut, Disteln und Mäusen. Lilli fängt jeden Tag mindestens eine Maus. Ich weiß, das das Natur ist und ich ansonsten wohl kein Gemüse mehr zum Ernten hätte. Aber wenn ich gerade in der Nähe bin, nehme ich Lilli immer die Maus (unverletzt) ab und lasse sie wieder in die Freiheit. Ich kann das Fiepen der armen Mäuschen nicht hören ...







Seit heute blühen die Herbstkrokusse und Lilli geniesst die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr! Auch der Herbst ist schön!







6. März 2016

Last days of winter ...



Liebe Freunde!

Leider ist schon wieder so viel Zeit vergangen. Ich habe nichts gepostet, 
konnte nicht bei Euch vorbeischauen,
 ich bin überhaupt nicht mehr auf dem Laufenden, was bei Euch
passiert! Und ich muß sagen, ich vermisse Euch!

Leider sind (wieder) viele Handwerker bei mir zu Hause.
 Wir haben ein Wasserleck im Keller,
der Fliesenleger hat seine Arbeit nicht fertig gemacht, und, und, und ...

Aber trotzdem muß ich sagen, es geht aufwärts ... 
es fühlt sich langsam wie ein Zuhause an
und die ersten Vögel besuchen jetzt jeden Tag meinen neuen noch sehr kahlen Garten.
Wie habe ich das vermisst! 

Und was das Schönste ist:
 Ich habe jetzt ab und zu Zeit, wieder in meine Gummistiefel 
zu schlüpfen und raus in die Natur zu gehen. 

Zum Glück habe ich es nicht weit.
 Nur ein paar Schritte und ich bin in der Natur
und vielleicht fünf Minuten entfernt, ist ein kleines Wäldchen,
 wo meine neuen Freunde wohnen.







Schon oft habe ich mit süßen Worten versucht, das Pfauenpärchen anzulocken. 
Aber keine Chance.
 Sie blieben immer lieber auf dem Baum sitzen
 und haben mich keines Blickes gewürdigt. 
Umso erstaunter war ich, als sie gestern gleich angelaufen kamen ...

 









 Fast jeden Tag schneit es bei uns. Dann scheint wieder die Sonne.
Der Winter will einfach nicht weichen ...
 










Wie kann man nur so schön sein? 
Der Himmel war bedeckt und ich habe keine Bildbearbeitung
verwendet, und trotzdem leuchtet der Vogel in den
buntesten Farben ...
 










Der Fliesenleger hat endlich den Fliesenspiegel geklebt
 und obwohl die Küche jetzt ganz anders als geplant geworden ist,
 bin ich sehr glücklich, daß sie endlich fertig ist.
Und ich finde meine Küche hat die gleichen Farben wie der Himmel
 und die Landschaft gleich hinter meinem Zuhause!
 










 Die Rehe kennen mich jetzt schon! Ich brauche nur zu rufen,
 dann kommen sie schon angerannt! 
Schade, daß wir nicht mehr Natur hier in Deutschland haben.
Ich würde mir einen riesigen Wald und absolute Freiheit für sie wünschen!






Das ist mein Liebling. Sie hat so ein kindliches Gesicht!
Und diese Tannen, über und über mit Moos bewachsen, finde ich
einfach zauberhaft!
 










Auf dem Rückweg komme ich immer an diesem Bauernhof vorbei. 
Es muß am Frühling liegen, denn als ich an der Scheune vorbeiging,
raste dieses weiße Huhn laut schnatternd auf mich zu und sprang auf den Zaun!
Als wenn es mich begrüßen wollte ... 

 




 Ja, ja, Ihr Lieben, ich wohne jetzt in einem kleinen Dorf und
 ich finde es einfach wunderbar!





Ich wünsche Euch eine sonnige Woche!

Eure Geli

21. Februar 2016

Ein Platz zum Essen und Träumen ...



Als heute morgen die ersten Sonnenstrahlen meine Küche in rosa Licht
tauchten, wurde mir erst richtig bewußt, dass ich langsam Gas geben sollte,
wenn ich diesen Frühling auf meiner neuen Terrasse sitzen möchte.

Für mich gibt es nichts Schöneres als draußen zu sein  -
und einen schönen Platz zum Essen, Lesen oder Relaxen zu haben.








Bei der Gestaltung gibt es so viele Möglichkeiten
und ich finde, daß jede Terrasse viel über seine Menschen,
die hier ihre freie Zeit verbringen, verrät.

Ich habe lange überlegt, wie unsere Terrasse aussehen soll,
und das Ergebnis spiegelt auch viel meine
glückliche Zeit in den verschiedenen Ferienhäusern  
im Süden Frankreichs wieder.

Ich wollte unbedingt eine Küche mit einer Südterrasse,
damit ich Sonnenlicht beim Kochen haben und 
das Essen nur ein paar Schritte weiter 
auf die Terrasse tragen kann.
 Außerdem möchte ich auch eine Pergola. 
Ich liebe diese grünen Wände, die idealen Schutz
vor Wind und neugierigen Blicken bieten.
Ein paar duftende Kletterrosen, die auch Nektar 
für die Insekten bieten oder eine Glyzinie ...
Einfach traumhaft ...




















Außerdem wollte ich einen geschützten vollsonnigen Platz
für meinen Olivenbaum und spezielle Kräuter, die in unserem Klima nur im Topf wachsen.

Hier seht Ihr einen angebauten Balkon, wieder in dem
alten Haus in Aubarne (wie auf den vorherigen Fotos).
Der Garten war sehr klein und umringt von vielen alten Häusern,
ist er leider nicht den ganzen Tag sonnig.
Also haben die Besitzer eine Art Dachterrasse bauen lassen.

 






Ein zauberhafter Ort voller Charme und mit vielen 
Kunstobjekten. Die Vorbesitzerin war Töpferin.







Vor allem die Abende und Nächte waren zauberhaft auf dieser Dachterrasse ...
 Und man ist dem Himmel viel näher ...







Und manchmal kam auch vierbeiniger Besuch über die Dächer vorbei ...
 Seht Ihr die Katze?








 Ich wollte aber auch eine überdachte Terrasse,
die Schutz vor Sonne und Regen bietet.

Dieses Haus war ein absoluter Traum,
in der Nähe von Collias und mit einem riesigen Garten
voller Feigen, Olivenbäumen und mit Blick 
auf die grünen Hügel der Gardon-Schlucht.

 Ein Wohnzimmer im Garten ...















 ... ich bin süchtig nach diesem Brioche ...
...das gibt es nur in St. Quentin-la-Poterie auf dem Wochenmarkt ...
... hmmmmmmm ...
... ich hoffe, eines Tages habe ich den Dreh raus,
 damit es bei mir daheim genauso gut schmeckt ...








Für mich ist eine Terrasse ein Ort zum Erholen und Faulenzen,
ein Rückzugsort ...

Und während die Schmetterlinge an meinen Blumen naschen,
kann ich ein schönes Buch im Schatten lesen 
und mich wie im Urlaub fühlen ...
 







 Ich wollte eine Terrasse, auf der ich meine Wäsche
 an der Luft trocknen lassen kann ...








 Als wir in diesem wunderbar restaurierten Haus aus dem 19. Jahrhundert
Urlaub machten (Sommer 2014) hatten wir gerade unser Grundstück
gekauft. Nach jahrelangem Suchen ...







Wie habe ich diese Terrasse geliebt und davon geträumt,
etwas von diesem Ort mit zu mir nach Hause nehmen zu können ...









Diese alte Viehtränke ist einfach wunderschön ...
Ein unbezahlbarer Schatz ...








 Meine Träume sind riesengross und die Realität wird viel kleiner
 und bescheidener werden, aber das macht nichts.

Ich bin sehr dankbar, dass ich wieder einen Garten habe ...
... obwohl ich meinen alten immer noch vermisse ...

 Ohne Garten kann ich nicht sein ...

Die Terrassen sind schon seit letztem August fertig verlegt.
Jetzt muß ich nur noch alles bepflanzen
und die Pergola bestellen und aufbauen lassen.

Ich kann es kaum erwarten ...


Und vielleicht gibt es bald den ersten französischen Rosé auf 
der neuen Terrasse ...

 





Guten Start in die neue Woche liebe Freunde!

Eure Geli

11. Februar 2016

Signs of spring ...

Dieser Winter war ungewöhnlich mild und obwohl erst Februar ist,
fühlt es sich wie April an.
Die Sonne scheint von einem strahlend blauem Himmel,
der Schnee von heute Morgen ist schon wieder verschwunden
und mein erster Krokus im neuen Garten schiebt seine Blüte aus der Erde.
 Fast zu schnell ist der Winter vorbei ...

Die Hyazinthen verbreiten ihren süßen Duft im Haus
und der Bach in der Nähe meiner Schwiegereltern glitzert in der hellen Sonne ...

Frühling, Frühling murmelt der Bach ...















Frühling, Frühling singt die Amsel schon ganz früh am Morgen
und die Haselnuss kann es nicht mehr erwarten, endlich zu blühen
und den Bienen den ersten Nektar im Jahr zu schenken ...







... die Bäume schütteln ihr weißes Kleid ab
und die Rehe suchen das erste Grün ...















... und ich besuche meinen vierbeinigen Freund 
und spüre die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut
und dieses herrliche Licht hinter meinen Augen
und denke ...

Frühling, Frühling!














Ich hoffe, es geht Euch gut und die Sonne scheint für Euch!

Eure Geli